Kritische Gedanken zur Jugendwahl 2006
Für die Landtagswahl in meinem Bundesland Baden-Württemberg wird jetzt
eine Jugendwahl angeboten, in der auch
14- bis 17-jährige ihre Stimme abgeben dürfen. Natürlich dient die
Auswertung rein statistischen Zwecken, die Wahl erfolgt über das
Internet.
Klingt doch alles wunderbar, oder? Was jedoch ist der Zweck einer
solchen Jugendwahl? Die Webseite dazu meint: “Damit ihr später, wenn
ihr volljährig seid, den echten Durchblick habt.” Damit wäre ja sogar
den erwachsenen Wählern geholfen. ;-)
Faktisch betrachtet bringt die Wahl also gar nichts. Statistik schön
und gut, Information der Schüler umso besser—die gehört allerdings
in den Gemeinschaftskundeunterricht. Doch wozu wählen?
Laut Schwäbischer Zeitung von heute früh werden 7000 Briefe mit
Internet-Zugangsdaten zur Jugendwahl verteilt, der Interviewpartner
geht von “mindestens 70” Wählern aus—für eine freiwillige
Jugendaktion wären meiner Erfahrung nach 500 Stimmen schon eine hohe
Beteiligung.
Ach ja, Rat und Tat auf der
Jugendwahlseite erklärt:
Bei der Onlinewahl gibt es wie schon gesagt keine Stimmzettel aus
Papier. Man kann deshalb aus Versehen auch keinen ungültigen
Stimmzettel “abgeben”, denn der Computer bemerkt das sofort und
macht Dich darauf aufmerksam.
Nach einigem Rumprobieren gelingt es auch, absichtlich ungültig zu
stimmen, beschrieben ist es allerdings nicht direkt (einfach nichts
ankreuzen); wieso dies wichtig ist erklärt die Seite
wahlrecht.de sagt wie folgt:
(Hervorhebung durch den Verfasser)
Bei elekronischen Wahlen gibt es neben der Möglichkeit eine Partei
oder einen Kandidaten zu wählen auch die explizite Wahlmöglichkeit
ungültig zu wählen.
Dies beruht auf dem Grundsatz der Gleichheit und Freiheit der Wahl.
Da bei einer normalen Wahl mit Papier und
Bleistift der Wähler die Wahlfreiheit hat, seinen Stimmzettel
ungültig zu machen, muß diese Möglichkeit auch auch bei einer
elektrischen Wahl ermöglicht werden.
Wozu also wären die eigentlichen Ergebnisse dieser Wahl (von niedriger
Wahlbeteiligung, Stimmverdoppelung in
Einzelfällen und sonstigem
Undemokratischem abgesehen) zu nütze? Um die Unzufriedenheit der
jungen Wählerschaft auszudrücken? Als ob der Politik damit geholfen
wäre. Den wenigsten Politikern dürfte der Ausgang der Jugendwahl
gefallen, hilft oder schadet sie also z.B. der Herabsetzung des
Wahlalters?
Wahlen sind ein notwendiges Übel der Demokratie. Volkssouveränität
hin oder her, könnte eine Regierung die nächste Wahl zu ihren Gunsten
ausfallen lassen, würde sie es tun. Eine Wahl ohne Auswirkung also
schadet den Jugendlichen gegenüber den Parteien, die sie nicht wählen,
und den bei Jugendlichen beliebten Parteien nutzt sie auch nicht.
Schließlich wollen wir ja auch, dass die Politik über den Ausgang
der Jugendwahl informiert wird und sich Gedanken dazu macht.
Auch eine Wahl im kleinen Kreis, sei es der Kurs oder die betroffene
Stufe, dient der Wahlvorbereitung. Der Lehrer bringt offizielle
Stimmzettel (ob sie abgelaufen sind, ist egal—die Form entscheidet),
die Schüler dürfen geheim und freiwillig wählen, anschließend wird an
der Tafel ausgewertet, besprochen und diskutiert. Am Ende hat jeder
was gelernt, und wenn nicht, dann eben nicht.
Die Stimmen zentral zu erfassen und auszuwerten aber macht keinen
positiven Sinn. Um “zum Spass” zu wählen ist das Thema zu ernst und
der Nutzen zu gering. Der Wahlgang kann und sollte geübt und
besprochen werden, die eigentliche Wahl aber findet entweder
freiheitlich-demokratisch statt und wird dann auch gewertet, oder sie
ist zu unterlassen.
NP: Eyes Adrift—Pasted
Tying the Knot
What is the difference between very good programmers and excellent
programmers? I think it’s only one single thing that makes the
difference between excellent programmers and the others, and that’s
the ability to “tie the knot”. But let me explain first…
What are very good programmers, anyway? The final product does not
matter; I think you don’t need to be an excellent programmer to write
excellent software—and likewise, there are excellent programmers
which don’t (always) write excellent software. The quality of a
programmer better is shown in the ways she programs, not what she
programs. And with that said, 80% of the programming jobs (just a
SWAG) don’t need any kind of very good programmer, one that knows what
she does is good enough for your usual web application or payroll
system. The other 20%, however, are commonly known as interesting projects,
and having really good to excellent programmers helps here.
Apart from learning various programming techniques, languages,
libraries and having general experience in programming, the most
important thing that changes during the lifetime of a programmer are
the means of abstraction she can use.
Most programmers, like it or not, start off with some dialect of
Basic. Basically (no pun intended), Basic allows for no means of
abstraction, Visual Fred aside. And if it did, the new programmers
wouldn’t know how to use it, anyway.
The common procedural languages one often learns next, say C or
Pascal, allow for abstraction from a data point of view, they provide
structs and records and functions and procedures, so you can
abstract how to store the data, and what do to with the data.
After this, most people dabble into object-oriented programming—and
if they manage to stay on track (and learn a good OO language), they
usually can learn and apply the concepts of OO pretty quickly.
Object-orientation allows for further abstraction: due to
polymorphism, we can not only abstract the ways data is kept, but also
how data is dealt with. A good way to see how far they have
progressed is to look at their method definitions, does it more look
like imperative or functional code inside?
Given enough time, and some mathematical interest, functional
programming is next. (You could do FP before OO, as well—the
concepts are orthogonal enough they do not really interfere.) In
comparison to OO, encapsulation is not that appraised here, but by
means of abstraction, FP allows for things the usual OO developer
never would have dreamt of (the more pure and typed the language is,
the better this works—no-one cares anymore how pragmatic the language
is, at that level!).
Now, say, you’ve become a very good programmer that thinks about
continuation monads during breakfast and quickly writes a Prolog
implementation in Common Lisp to solve some logical puzzles after
lunchtime, what’s missing before you become an excellent programmer?
The thing that’s missing is getting rid of all the abstraction again,
to tie the knot, usually by means of a compiler. Computers aren’t
made to run maths, they are made to run code. Fortunately, that code
even can take maths and produce code, but to make it do that it needs
an excellent programmer.
Studying continuations on it’s own is a mathematically interesting
thing, but it’s of no use to the computer. When you are able to
generate code, however, that rewrites code in continuation passing
style in order to use direct jumps and avoid using the stack, so your
code runs more efficient and allows for more flexible ways of
programming, your CPU will thank you.
“All problems in computer science can be solved by another level of
abstraction”, they say, but if you don’t manage to get rid of them
when you don’t need them anymore, you don’t need to wonder when your
programs are slow, complex, and inefficient.
When you are able to abstract your problem as far as possible, you are
a very good programmer; but if you are able to abstract your problem
in a way it is most efficient for the machine, you have become an
excellent programmer.
NP: Dan Bern—Elliott Smith
Wintersporttag 2006
Manche Dinge zeichnen sich durch ihre Kontinuität aus, und zu diesen
gehört sicherlich der alljährliche Wintersporttag meiner Schule.
Im wesentlichen war’s genau dasselbe wie
2005:
Dieselbe “Zeitverschwendung” wie jedes Jahr. Eineinhalb Stunden im
Bus, wenn’s hochkommt zwei Stunden im Wasser. Thermalbecken
(scheinbar warm) und Schwimmbecken (25m) sind für Schüler natürlich
gesperrt.
Außerdem wurde meine Theorie bestätigt, dass man nach fünf Jahren
eigentlich jedes Schwimmbad abreißen kann und sich was neues
ausdenken sollte.
Weiter hinzuzufügen wären: Sand in den Außenbecken und “Big
Brother”-Feeling durch fast mehr Bademeister(innen) als Gäste.
(Wenigstens nicht bei den Rutschen, da durften begeisterte Lehrer
Aufsicht halten; das endete scheinbar mit einer “Verstopfung” durch
~20 Schüler in einer Rutsche.)
Als Lichtblick bleibt, dass in Zeiten der Inflation das “Eis danach”
immernoch 60 Cent kostet (allerdings war Erdbeer und Stracciatella
aus, seufz).
Nja, heute Abend haben wir erstmal
Stufenfest,
bin mal gespannt, wie das wird im “Absolut”.
NP: Johnny Cash—Big River
Mandalas im Unterricht
Sudokus im Unterricht lösen ist out, hier sind die
Mandalas!
Auch wenn Mandalas ja im Prinzip als Entspannungsübung gedacht sind
(wenn jeder im Deutschkurs fleißig malt, ist es wenigstens ruhig),
offenbaren einige doch tiefe Einblicke in die Seele des Malers.
Hier das Mandala meines Nebensitzers im Endzustand:

Hey, die Mandalas machen echt so aggressiv!
(Psychoanalysen sind willkommen.)
Und noch die letzten Quotes aus dem vierten Block, den ich dieses Jahr
verheize:
Was machst du beim Jagen?
— Im Wald sitzen und Bäume angucken.
Dönut
[Kunstwort aus Donut und Döner.]
Der Katholizismus ist die Italienisierung des Christentums.
Warum sind Platinen nicht aus Platin?
Lamaretto
NP: Bob Dylan—Sugar Baby
Halbjahreszeugnis 12/1
Das Halbjahr war jetzt doch wirklich schnell rum, hier ist mein
Halbjahreszeugnis, für den erbrachten Aufwand ist es doch sehr ansehlich:
| Zeugnis des Gymnasiums 2005/2006 12/1 |
| Verhalten | gut |
| Mitarbeit | sehr gut |
| Sprachlich-literarisch-künstlerisches Aufgabenfeld |
| Deutsch | gut | 11 |
| Englisch | sehr gut | 14 |
| Bildende Kunst | gut | 11 |
| Gesellschaftswissenschaftliches Aufgabenfeld |
| Geschichte/Gemeinschaftskunde | gut | 12 |
| Ethik | befriedigend | 9 |
| Mathematisch-naturwissenschaftliches Aufgabenfeld |
| Mathematik | gut | 11 |
| Chemie | gut | 12 |
| Biologie | sehr gut | 14 |
| Sport | befriedigend | 7 |
| Wahlbereich |
| Informatik | sehr gut | 15 |
| Durchschnitt (Hauptfächer doppelt gewertet) |
| Durchschnitt | 1.8 | 11.867 |
Also in Ethik etwas mehr mitmachen, schauen, dass man alle Sportkurse
klammern kann, in Mathe bessere Arbeiten schreiben, und dann passt
das doch.
NP: Bob Dylan—Need A Woman